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Die
Preisträger des Jahres 2000 sind:
Bürger-
und Schülerprojekt Flückiger See
Ökostation Freiburg
Die Ökostation ist
das Umweltbildungszentrum in der Region Südlicher Oberrhein mit
über 10.000 Besuchern jährlich. Ein Schwerpunkt der
Umweltbildungsarbeit ist die Bildung zur Nachhaltigkeit
insbesondere für SchülerInnen und Jugendliche.
Im Rahmen einer Untersuchung der Stadt Freiburg über die Gewässergüte
der kommunalen Baggerseen wurde 1999 festgestellt, dass
insbesondere der Flückiger See stark eutroph geworden ist.
Das Projekt umfasst folgende Bereiche:
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Information der
lokalen Bevölkerung über die kritische Gewässersituation
des Sees und deren anthropogenen Ursachen
(Informationsveranstaltung)
-
Organisation eines
Bürgerforums mit dem Ziel gemeinsam zu erarbeiten, wie der
Erhalt des Flückiger Sees in seinen Funktionen in der Natur
und für den Menschen gewährleistet werden kann
-
Durchführung von
ca. 20 umweltpädagogischen Projekttagen für Schüler und
Jugendliche rund um den Flückiger See mit Naturerleben und
Naturerkundung (Sensibilisierung für die Natur,
Wasservogelbeobachtungen, Winterfütterung, Gewässerökosystem,
Nährstoffkreislauf im Stillgewässer)
-
Einbindung eines
4-farbigen Faltblattes zum Flückiger See
Neben der Erhaltung
des Gewässerökosystems Flückiger See und der Umweltbildung von
Schülern und Erwachsenen steht vor allem die Partizipation der Bürger,
Vereine und Institutionen des Stadtteils im Vordergrund des
Projektes.
Projektverantwortliche:
Heide
Bergmann und Ralf Hufnagel
Ökostation Freiburg
Falkenberger Straße 21B,
79110 Freiburg
Lebenswertes
Wohnen in Weingarten
Der im Jahr 1989 gegründete
Verein Forum Weingarten 2000 e.V. ist eine gemeinwesenorientierte
Selbsthilfeaktivität sowie Plattform und Instrument für
gemeinschaftliche BewohnerInnenaktivitäten. Der Verein hat das
Ziel, die BewohnerInnen in der Durchsetzung ihrer Bedürfnisse und
Interessen zu stärken, das soziale Zusammenleben und die
Kommunikation im Stadtteil zu fördern, um dadurch die
Lebensqualität im Stadtteil zu erhöhen.
Der Stadtteil Weingarten ist in den 60er Jahren entstanden und ist
heute ein Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf. Er
charakterisiert sich durch die hochverdichtete Bauweise, den
Wegzug von Bewohnergruppen mit höherer sozialer Kompetenz,
Wohnungsleerstände sowie durch eine hohe Zahl von ausländischen
MitbürgerInnen, SozialhilfeempfängerInnen und Arbeitslosen.
Zudem hat der Stadtteil neben konkreten Problemen außerdem mit
seinem schlechten Ruf in der Region als sog. „sozialer
Brennpunkt" zu kämpfen.
Durch dieses Projekt „Lebenswertes Wohnen in Weingarten"
werden Lösungsansätze erarbeitet, wie der öffentliche und halböffentliche
Raum im Stadtteil Weingarten (um-)gestaltet werden kann, sodass
seine Nutzungsfunktionen für die BürgerInnen erhöht, Probleme
gelöst und das soziale Zusammenleben gefördert werden kann. Das
Projekt umfasst zwei Teilprojekte:
1. Einen Planungsprozess unter Beteiligung der BewohnerInnen
2. Eine Fachtagung
Teil 1:
Bewohnerbeteiligung mit der Methode „Planning for Real"
In einem Teilgebiet des Freiburger
Stadtteils Weingarten ist die Umgestaltung von öffentlichen und
halböffentlichen Räumen, d.h. Innenhöfen, Hauseingangsbereichen
und Außenanlagen in einem partizipativen Prozess geplant. Die
Methode „Planning for Real" (Planen für die Wirklichkeit)
ermöglicht eine breite und umfassende Beteiligung der
BewohnerInnen. Es wird zusammen mit Bewohnern und Fachexperten ein
Modell des Stadtteils nachgebaut, an dem dann sehr konkret geplant
werden kann. Die Planung selbst findet in der Öffentlichkeit und
unter freiem Himmel statt, zu Terminen, an denen eine hohe
Passantenfrequenz zu erwarten ist.
Mit der Methode „Planning for Real" wird eine Aktivierung
der BewohnerInnen für weitere Aktionen erreicht. Es werden
Umsetzungsschritte erarbeitet, die von den BewohnerInnen in
Eigenleistung realisiert werden könne. Es werden zudem
Arbeitsgruppen für die Umsetzung gebildet.
Teil 2: Die
Fachtagung
Die Ergebnisse des Planungsprozesses
fließen in die Fachtagung mit ein, die als Teil 2 des Projektes
Anfang November 2000 stattfand. Der Titel der Fachtagung lautet:
„Innovative Stadtteilplanung - Förderung des sozialen Lebens
durch Gestaltung des (halb-)öffentlichen Raums in Stadtteilen der
60er und 70er Jahre".
Ziel der Fachtagung ist es, die konkreten Ergebnisse aus dem
Planungsprozeß in Beziehung zu den neusten wissenschaftlichen
Erkenntnissen bezüglich öffentlichen Raums im Wohnnahumfeld zu
setzen und daraus ein Konzept für konkrete Umsetzungsschritte in
Weingarten zu entwickeln. Die Tagung ist außerdem Lobbyarbeit für
die Belange der BewohnerInnen. Sie soll bei den beteiligten
Institutionen ein Bewusstsein dafür schaffen, welche Vorteile die
Umgestaltung des Wohnnahumfelds unter Einbeziehen der
BewohnerInnen für alle Beteiligten bringt.
Ergebnisse:
Projektverantwortlicher:
Gerald Lackenberger
Forum Weingarten 2000 e.V.
Stadtteilbüro
Krozinger Str. 11,
79114 Freiburg
Mobilitätsberatung
im Freiburger MOBIL
Seit September 1999
betreibt der VCD - gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen ADFC
und PRO BAHN - in der Fahrradstation und Mobilitätszentrale
MOBILE am Freiburger Hauptbahnhof eine Beratung für
umweltfreundliche Mobilität. Das MOBILE mit seiner attraktiven
Architektur und in seiner zentralen Lage am Schnittpunkt von
Eisenbahnfern- und Regionalverkehr, sämtlichen Freiburger
Stadtbahnen und den Regionalbussen (ZOB) ist für ein solches
Beratungsangebot besonders gut geeignet. Hinzu kommen bereits
eingeführte Angebote wie die DB-Agentur, eine
Car-Sharing-Organisation, ein öffentliches Café und ein
Fahrradladen auf der Etage sowie die Fahrradstation mit bewachter
Abstellmöglichkeit und Fahrradverleih.
Ziel dieses Projektes ist der Aufbau eines innovativen und
umfassendes Beratungsangebotes für die Mobilität ohne eigenes
Auto. Dadurch können der Bevölkerung konkrete Handlungsangebote
gemacht und die oftmals nicht bekannten Möglichkeiten, auch in
der Freizeit umweltfreundlich unterwegs zu sein, aufgezeigt
werden. Ziel ist darüber hinaus die Vernetzung der verschiedenen
Verkehrsträger des Öffentlichen Personen-Nah- und Fernverkehrs
mit dem Individualverkehr auf der Ebene von Fahrrad, Car-Sharing
und Taxi. Damit soll dem defizitären öffentlichen
Personennahverkehr insbesondere im Rand- und Wochenendverkehr zu
größerer Auslastung verholfen werden.
In der Mobilitätszentrale des MOBILE wird werktags von 10 bis 19
Uhr und samstags vormittags eine umfassende Beratung für
umweltschonende Mobilität angeboten. Das Angebot umfasst folgende
Bereiche:
-
ein rechnergestütztes
Radrouting-Programm zur Planung von Fahrradtouren in ganz
Deutschland
-
ein Archiv aller
touristischen Orte in der Region zwischen Strasbourg und Olten,
zwischen dem Neckar und dem Vogesenhauptkamm mit deren
aktuellen Informationen zu touristischen Zielen und Übernachtungsmöglichkeiten
-
aktuelle Fahrpläne
und Tarifinformationen der Verkehrsbetriebe in Südbaden, im
Elsass und in der Nordwestschweiz
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Informationsmaterial
über Reisen mit Rad, Bahn und Bus, Fahrrad- und
Reiseversicherungen sowie Schutzbriefe für Fahrrad-, Bahn-
und Autoreisende, umweltschonendes Autofahren, umweltbewusste
Mobilität allgemein.
-
Zum Verkauf werden
angeboten: Fahrpläne und Netzkarten, Fahrplankarten
„Deutschland" und „Südlicher Oberrhein" für
Ausflüge und Reisen mit Bus und Bahn, Fahrradkarten und
-reiseführer sowie Wanderkarten für die Region, Musterverträge
für das private Car-Sharing, Autoumweltlisten für den
umweltbewussten Autokauf
Weiterhin werden
eigene Materialien erarbeitet wie Ausflugtipps für bestimmte
Teilregionen mit genauen Hinweisen für die Erreichbarkeit mit
Bus, Bahn und Fahrrad. In Zusammenarbeit mit der DB-Agentur im
MOBILE werden die MobilitätsberaterInnen auch in den Umgang mit
rechnergestützten Fahrplan- und Tarifauskunftssystemen eingeführt.
Projektverantwortlicher: Hannes Linck
Postfach 58 53,
79026 Freiburg
Nähere
Informationen sind über das Freiburger Agenda 21 – Büro zu
erhalten.
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