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Preisträger des Jahres 2004

Produktion von Solarlampen in Afghanistan und Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher
Deutsch-Afghanische Initiative Freiburg e.V.

Die Situation in Afghanistan

Nur sechs Prozent der 24 Millionen Afghanen sind an ein Stromnetz angeschlossen. Die afghanischen Familien in den Dörfern müssen sich anderer Lichtquellen, wie Kerzen oder gefährlicher und veralteter Öllampen bedienen. 

 Das Projekt

Ziel dieses Projektes ist junge afghanische Rückkehrer aus Pakistan und Iran, Einwohner in abgelegenen Regionen und insbesondere die Kriegswaisen, die nur eine geringe oder keine formelle Bildung haben, im Umgang mit regenerativer Energie vertraut zu machen.
Dafür hat der Verein Afgh. Ingenieure in Deutschland (VAIT e.V.) eine Solarlampe entwickelt, die viele Vorzüge in sich vereint. Sie ist im Aussehen der traditionellen Öllampe nachempfunden und wird somit von den afghanischen Nutzern gut angenommen. Eine langlebige Energiesparlampe mit zwölf Volt Gleichspannung und sieben Watt sorgt für das nötige Licht und wird von einem deutschen Hersteller gefertigt. Ihre Handhabung und technische Wartung ist so einfach wie möglich gehalten. Dazu gehört ein kleiner Weltempfänger, der genau wie die Lampe, von einem Solarmodul mit Strom versorgt wird, das den Akku auflädt. Das Modul hat die Größe eines Zeichenblocks.
Anhand dieses Produktes können die Jugendlichen vor Ort ausgebildet werden, sodass sie in der Lage sind, die Lampen vor Ort zu produzieren und später aus dem Erlös ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Sie finden einen beruflichen Einstieg durch einen praxisnahen Beruf. Das gleichzeitig vermittelte Wissen über regenerativen Energien können sie auch später verwenden.

Das Projekt wird in einem abgelegen Dorf in Afghanistan (Wardak) als Model durchgeführt. Koordiniert und betreut wird es durch einen in Freiburg lebenden afghanischen Entwicklungs- Ingenieur sowie durch die Freiburger Deutsch-Afghanische Initiative.
Das Know how wird durch Facharbeiter der bereits in Kabul bestehenden Produktionsstätte für Solarlampen, die ebenfalls in Zusammenarbeit zwischen Freiburg und Afghanistan entstand, den Jugendlichen vermittelt.

Durch die Betreuung und die Koordination des Projektes aus Freiburg wird sichergestellt, dass die modellhafte „Hilfe zur Selbsthilfe“ dem richtigen Personenkreis zugute kommt und die Ausbildung auf dem aktuellen stand der Technik erfolgt. Gleichzeitig wird ein Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Freiburg und Afghanistan ermöglicht, der den Freiburgern „Eine Welt Probleme“ aufzeigt und Lösungsmöglichkeiten anbietet.

Projektverantwortlicher:

M. Sabur Achtari
Deutsch Afghanischer Initiative in Freiburg e.V.
Verein Afghanischer Ingenieure und Techniker in Deutschland e.V.

 

Mit dem Süden lernen
Agenda 21-Arbeitskreis Eine-Welt und Eine-Welt-Forum Freiburg

 Ziel des Projektes ist, global relevante Themen und ihre Auswirkungen auf lokales Handeln und Leben in allen Bildungseinrichtungen und auf allen Bildungsebenen als festen Bestandteil zu verankern. Es werden Maßnahmen zur öffentlichen Meinungsbildung entwickelt. Hierbei wird auf den Erfahrungen aus anderen Städten aufgebaut und ein auf Freiburg abgestimmtes, an den spezifischen örtlichen Verhältnissen ausgerichtetes, Konzept erarbeitet. Die vorhandenen Freiburger Eine-Welt Projekte, Angebote, Aktivitäten, Konzepte sowie Materialien und Medien sollen für Dritte recherchiert und in einer Broschüre sowie im Internet dargestellt werden. Zwischen den einzelnen Organisationen, Vereinen, Initiativen und Gruppierungen wird ein gezielter Kontakt und kontinuierlicher Erfahrungsaustausch initiiert, ein internes Fortbildungsangebot unterbreitet und eine gemeinsame konzeptionelle Weiterentwicklung etabliert. 

Fortbildungen für Lehrer/innen und Multiplikator/innen der Erwachsenen- und außer-schulischen Bildung sollen mit Unterstützung des entwicklungspolitischen Informationszentrums Reutlingen angeboten werden. Den Teilnehmenden werden zielgruppenspezifische, fächerübergreifende und projektbezogene Unterrichts-beispiele und Materialen vorgestellt. Neue konzeptionelle Ideen, Lerneinheiten, Angebote und Projekte werden entwickelt, um eine nachhaltige Verankerung des globalen Lernens in möglichst vielen Bildungseinrichtungen zu erreichen. Durch das Angebot von Projektberatungen sollen Angebote und Projekte entwickelt werden, so dass die Aspekte des globalen Denkens und regionalen, lokalen Handelns dauerhaft berücksichtigt werden.

 

Nachhaltigkeit grenzüberschreitend für Energie, Klimaschutz und Gewässer
ECOtrinova e.V.

Projektziel ist, in den Bereichen Energie/Klimaschutz sowie Wasser/Gewässerschutz mit kreativen Ideen und konkreten Projektvorschlägen aus den Erfahrungsbereichen aktiver BürgerInnen und ihrer Vereine zum Aufbau eines an den Zielen nachhaltiger Entwicklung orientierten Eurodistrikts Freiburg-Colmar-Mulhouse beizutragen. Vereine und Initiativen der BürgerInnen erarbeiten dazu auf der Basis von rheinüberschreitenden Workshops je ein „Grünbuch-Energie“ und ein „Grünbuch Wasser“ für diesen geplanten Eurodistrikt. Die Vorschläge der beiden „Grünbücher“ sollen für die Ebenen Bürgerschaft, gesellschaftliche Gruppen, Kommunen, Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Gewerbe konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Projekte im Sinne der regionalen und lokalen Agenda 21 hervorrufen. Das Projekt erbringt wichtige Bausteine für die bisher völlig fehlende Bürgerbeteiligung im geplanten Eurodistrikt. Der Projektabschlußbericht und die Blau- und Grünbücher Wasser/Gewässer bzw. Energie/Klimaschutz mit insgesamt 45 Projektideen auf insgesamt 110 Seiten in deutscher bzw. französischer Sprache sind abrufbar im Internet auf der Projektwebsite www.ecodistrikt.de 

Projektverantwortlicher: Dr.rer.nat. Georg Löser, Organisation : ECOtrinova e.V.
Weiherweg 4 B, 79194 Gundelfingen i.Br. E-Mail: georg.loeser@gmx.de, ecotrinova@web.de,
www.ecotrinova.de, www.ecodistrikt.de

Nähere Informationen sind über das Freiburger Agenda 21 – Büro zu erhalten.