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Der Freiburger
Agenda 21 Prozess
1992
...fand die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und
Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro statt. Hier wurde die „Agenda
21", das Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert verabschiedet. Es
fordert alle Länder, Regionen und Kommunen auf, dem Prinzip der
Nachhaltigkeit zu folgen und eine lokale Agenda 21 aufzustellen.
1993
...schlossen sich, motiviert von den Ergebnissen aus Rio, rund 20
Freiburger Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Dritte Welt, Frieden
und Menschenrechte zum Forum Kommunale Außenpolitik zusammen und
starteten die „Kampagne für eine Lokale Agenda 21 in Freiburg“.
1994
...fand die Erste Europäische Konferenz zukunftsbeständiger Städte
und Gemeinden in Aalborg/ Dänemark statt. Die Ergebnisse wurden im
Abschlussdokument „Charta der europäischen Städte und Gemeinden auf
dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit“ (Charta von Aalborg)
zusammengefasst. Mit ihrer Unterzeichnung erkennt die Kommune die darin
enthaltenen Grundsätze an und verpflichtet sich zur Aufstellung einer
Lokalen Agenda 21.
1996
...unterzeichnete der Freiburger Gemeinderat die Charta von Aalborg
und verpflichtet sich zur Entwicklung eines lokalen Handlungsprogramms.
Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer gleichmäßigen Berücksichtigung ökologischer,
ökonomischer und sozialer Aspekte.
1997
...wurde das Freiburger Forum 21 als zentrales Organ des Agenda
Prozesses gegründet. In dieser Vollversammlung wurden zunächst die
organisatorischen Grundlagen für den Freiburger Agenda 21 Prozess
geschaffen und die Geschäftsordnung erarbeitet.
1998
...wurde die Städtische Agenda 21 Geschäftsstelle zur Koordination
und Betreuung des Prozesses eingerichtet. Im April fand die
Auftaktveranstaltung „Zukunftsfähiges Freiburg“ im Bürgerhaus am
Seepark statt. Dies war der Einstieg in den Agenda 21 Prozess und
markierte mit dem offiziellen Start der Agenda 21-Arbeitskreise den Beginn
der inhaltlichen Phase.
1999
...wurde das Leitbild der Freiburger Agenda 21 erarbeitet und vom
Freiburger Forum 21 beschlossen. Die zentralen Punkte des Zukunftsbildes
„Freiburg im 21. Jahrhundert“ sind die ökologische Verträglichkeit,
die ökonomische Vernunft und die soziale Gerechtigkeit.
2000
...fand der „Freiburger Agenda 21 Tag“ im Bürgerhaus
Zähringen statt. Hier wurden die von den Arbeitskreisen erstellten
Leitziele der Öffentlichkeit vorgestellt. Zusammen mit dem Leitbild
bilden sie die Grundlage für weitere Tätigkeiten und für die Umsetzung
verschiedener Projekte in Freiburg. Ende November wurde der „Treffpunkt
Freiburg - Schaufenster des Bürgerschaftlichen Engagements“ in der
Wilhelmstraße 20 eröffnet.
2001
...wurden vom Freiburger Forum am 05. März die Leitziele der
Freiburger Agenda 21 beschlossen. Leitbild und Leitziele wurden zur
Information an alle Gemeinderäte versandt. Im April wurden sieben
Freiburger Projekte beim Landeswettbewerb „Konkrete Projekte der Agenda
21" mit über 130.000,- DM prämiert. Ein großer Erfolg für den
Freiburger Agenda 21-Prozess. Im ersten Halbjahr 2001 fanden
Veranstaltungen zu den Themen „Zukunft der Arbeit“ und „Regionaler
Erfahrungsaustausch“ statt. Die „Freiburger Agenda 21-Projektbörse“
in der Ökostation und der „Markt der Möglichkeiten“, mit Gelegenheit
zur Präsentation von Bürgerschaftlichem Engagement und Projekten
leisteten einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung.
Das zweite Halbjahr 2001 war vor allem geprägt durch die politische
Umsetzung der Leitziele.
2002
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wurden im Januar die Leitziele vom Gemeinderat
zur Kenntnis genommen. Eine Ergänzung der Leitziele in den
Bereichen Natur und Landschaft, Umwelt, Bildung und Wirtschaft wurde in
Auftrag gegeben. Stellungnahmen zum Flächennutzungsplanverfahren aus
Sicht der Lokalen Agenda 21 wurden erarbeitet. Im März und April wurden
Workshops zu Moderation und Projektmanagement in der Lokalen Agenda 21 in
Zusammenarbeit mit der LfU angeboten. Des weiteren wurden wieder drei
Freiburger Projekte beim Landeswettbewerb „Konkrete Projekte der Agenda
21" prämiert. Insgesamt sind in den Jahren 2000 - 2002 bereits 13
Projekte aus Freiburger Agenda 21-Prozess bei diesem Wettbewerb
erfolgreich gewesen.
Entwicklung von Leitzielen für die Bereiche Natur und Landschaft und
Bildung und Beschluss dieser Leitziele im Freiburger Forum 21 im Oktober
2002.
Oktober: Veranstaltung zum „1. Geburtstag“ von Kaffee „Freinica“,
eines erfolgreichen Agenda 21 Projektes.
2003
...wurde der Schwerpunkt auf den Flächennutzungsplan und die Bürgerbeteiligung
und das Projekt Global Fairness gesetzt. Der Umweltausschuss nimmt die
Leitziele vom Agenda 21- Arbeitskreis Wasser zum Themenbereich Natur und
Landschaft zur Kenntnis. Der Gemeinderat nimmt die Auswertung des
Gesamtberichts zum Moderationsverfahren zur Kenntnis.
Für den Landeswettbewerb Baden-Württemberg „Beispielhafte Projekte zur
Agenda 21“ werden 18 Projekte aus Freiburg eingereicht. Die drei
Projekte „Die blaue Schatzkiste“ der Ökostation Freiburg, „Agenda
21 Aktions-Bibliothek Klimaschutz und Umwelt Regio Freiburg“, sowie die
„mobile Lernwerkstatt Sonnenenergie“ werden durch das Land Baden-Württemberg
gefördert.
Die Zukunftswerkstatt Eine-Welt „Mit dem Süden lernen-
Eine-Welt-Bildung in Freiburg!“ erarbeitet ein erstes Konzept für
Global Fairness, welches im Planungsworkshop Global Fairness/ Eine Welt
Audit konkretisiert wird.
2004
... ist geprägt durch den Sieg der Stadt Freiburg bei dem Wettbewerb
„Zukunftsfähige Kommune“ der Deutschen Umwelthilfe. Es wird deutlich
das Freiburg durch seine guten Indikatoren zur Nachhaltigkeit in den
Bereichen Soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Effizienz, Umweltqualität
und Ressourceneffizienz sowie Wohlbefinden auf den richtigen Weg ist.
Das Projekt Global Fairness geht in das Eine-Welt-Forum Freiburg über,
das besonders das Eine-Welt Thema und die Eine-Welt-Bildung in Freiburg stärken,
ein größeres Angebotspektrum entwickeln und die politischen Einflussmöglichkeiten
und die Öffentlichkeitsarbeit verbessern möchte.
Im Rahmen von zwei Strategiesitzungen „Perspektiven der Freiburger
Agenda 21“ werden Projektschwerpunkte, inhaltlichen Schwerpunkte und die
zukünftigen Prozessstrukturen diskutiert.
Die Projektgruppe Beteiligungshaushalt wird gegründet, welche ein breites
Bündnis erreichen will, um ein für Freiburg passendes
Beteiligungsverfahren zu entwickeln und umzusetzen.
Im Rahmen des Wettbewerbs zur Förderung beispielhafter Projekte der
Agenda 21 werden die drei Freiburger Projekte „Produktion von
Solarlampen in Afghanistan“, „Nachhaltigkeit grenzüberschreitend für
Energie, Klimaschutz und Gewässer“ und das Projekt
„Mit dem Süden lernen“ durch das Umwelt- und Verkehrsministerium
des Landes Baden-Württemberg gefördert. |